Kleine Auswertung des Paper-Prototypings
Patrick hat in seinem Blog die wesentlichen praktischen, vor allem aber theoretischen Grundlagen unseres Konflikttraining-Programms aufgeführt.
Es gibt zwei Elemente: das Forum und das eigentliche Lernprogramm.
Die Tests haben ergeben, dass das Forum nicht zu frei gestaltet werden sollte. Vielmehr sollte es als Gestaltungsumgebung für Konfliktsituationen dienen und damit möglichst konkret sein.
Das eigentliche Konflikttraining-Programm hat - so dürfen wir glaube ich sagen - gut funktioniert (vielen Dank nochmal an Kati!). Dabei wurde eine Situation auf einem Schulhof als Ausgangspunkt für einen Konflikt festgelegt. Der Spieler (Lehrer) musste dann am Computer auf diese Situation reagieren. Theoretisch liegt dem Entwurf das Schema zur Konfliktsituation von Glasl zugrunde (siehe Patrik).
Unser Spiel war als Multiplayer-Game angelegt, das heißt eine Person spielt den Lehrer, eine oder mehrere andere per Vernetzung die Schüler. Davon sind wir abgerückt. Wir haben uns für ein Single-Player-Game entschieden. Grund ist, dass es bei mehreren Spielern zu völlig irrationalen Handlungen kommen kann (Willkür), die nicht dem normalen Verhalten in einer Konfliktsituation entsprächen. So bekommt der Spieler nun eine Konfliktsituation und kann mit jeweils drei unterschiedlichen Antworten auf die Handlungen oder Aussagen des virtuellen Schülers reagieren.
Weitere Erkenntnis des Prototypings ist die Notwendigkeit einer detaillierten Auswertung des Konfliktverlaufs. Wir hatten ursprünglich vorgesehen, dass man sich den Verlauf am Ende zusammengefasst ausdrucken und ihn mit den anderen Mitspielern besprechen kann. Erstens gibt es diese anderen Mitspieler jetzt nicht mehr, zweitens würde dann die Theorie zum Konfliktmodell, das dem gesamten Spiel zugrunde liegt, nicht deutlich.
Wir stellen uns nun als Austwertung eine abschließende Prozessdarstellung vor mit der Option, einzelne Situationen anzuklicken, um dort auf den Zusammenhang zwischen der eigenen Reaktion und einer Konflikteskalation bzw. auf mögliche Handlungsalternativen aufmerksam gemacht zu werden.
So viel dazu. Für mich ist die Uni nun fast zuende. Vielen Dank meinen drei Mitstreitern Patrick, Kati und Denise. Hat mir sehr viel Spaß gemacht!
